Essener Rat hält mehrheitlich an Spurbus fest

Idee einer Seilbahn-Trasse stößt auf Ignoranz und Unkenntnis
Mit übergroßer Mehrheit sprachen sich die Essener Kommunalpolitiker für den Erhalt der Spurbusstrecke aus. Diese bereitet seit Jahren Probleme, da Ersatzteile kaum noch zu beschaffen und die Haltestellen nicht barrierefrei sind.
 
spurbus
Abgelehnt und als „Quatsch“ (SPD-Ratsherr Thomas Rotter) bzw. „April-Scherz“ (CDU-Ratsherr Friedhelm Krause) bezeichnet wurde hingegen die Idee von Schöner Links und Die PARTEI eine Seilbahn entlang der A40-Trasse zu prüfen. PARTEI-Ratsherr Stadtmann musste sich gar vorhalten lassen, er würde mit unserem Antrag die wertvolle Zeit des Rates stehlen.

Ob derartiger Ignoranz und Unkenntnis von der Materie haben wir den Antrag zurückgezogen. Seilbahnen haben sich weltweit als geeignet für den Massentransport von Personen im ÖPNV bewiesen und zeichnen sich durch hohe Zuverlässigkeit und geringe Kosten aus. CDU und SPD lernen jedoch nicht und halten lieber an der Steinzeittechnologie Spurbus fest.
 
Zwischen 1980 und 1985 wurden in Essen drei Spurbusstrecken gebaut, von denen nur noch eine in Betrieb ist. Gesponsert (natürlich aus Steuermitteln) wurde dieser Blödsinn seinerzeit von Bundesforschungsminister Riesenhuber, ordentlich verdient hatte Daimler Benz als Bushersteller.
 
Insofern ist das aktuelle Abstimmungsverhalten von CDU und SPD folgerichtig. Immerhin hatten seinerzeit auch beide Parteien der Einführung dieses „innovativen Verkehrsmittels“ zugestimmt.
 
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