Reglein, Reglein an die Wand!

hausordnung

Schöner Links freut sich, dass das Betreuungskonzpet der Stadt Essen für Geflüchtete immerhin eine leichte Kurskorrektur erfährt: Hin zu weniger Überwachung- mehr Sozialbetreuung mit mehr qualifiziertem Personal und mehr Präsenz-Zeiten für die Beratung und Betreuung der Bewohner.
Vorlage_0260_2016_5

Womöglich ist man auf einem guten Weg.
Wir finden – wenn schon denn schon:
Recht und Ordnung braucht transparente Regeln und geregelte berechenbare Sanktionen, um sich von Willkür deutlich zu unterscheiden.
Das schafft Klarheit und Verbindlichkeit für die Bewohner , die Ehrenamtler und die Betreuer und alle Mitarbeiter.
Die neuen Beratungsangebote , Anwesenheitszeiten und Zuständigkeiten sollten allen Akteuren standardmäßig bekannt gemacht werden , auch um Kontinuität in der Information zu sichern.
Die Hausordnungen in den Unterkünften müssen allen zugänglich und verständlich sein.
Wie man mit Verstößen umgeht, muss im Vorfeld geregelt sein.

Wünschenswert wären natürlich echte Mitwirkungsmöglichkeiten für die Bewohner, gerade bei diesen wichtigem Aspekt, der Gestaltung der Regeln für die funktionierende Gemeinschaft unter den widrigen Umständen.

Zunächst einmal wurde die Vorlage der Verwaltung  mit diesem Antrag von uns ergänzt:

Im Rahmen der Weiterentwicklung des Betreuungskonzeptes für die städtischen Übergangswohnheime wird die Verwaltung beauftragt, in Absprache mit dem Betreiber, folgende Maßnahmen zeitnah umzusetzen:

  1. Die Bewohner werden in schriftlicher und transparenter Form (Beispielsweise durch Aushänge) über die jeweils gültige Hausordnung informiert.
  2. Die Bewohner werden über die für sie relevanten Zuständigkeiten und Anwesenheiten (Beratungszeiten) in schriftlicher und transparenter Form informiert.

Die Informationen werden mehrsprachig (mindestens englisch, arabisch und französisch) erstellt und bekannt gegeben.

Wir freuen uns auf die Reaktion und Debatte in Ausschuss und Rat dazu.
Wir hoffen, damit auch zum Teil den Forderungen Gehör zu verschaffen, die Flüchtlinge in Essen in einem Offenen Brief bereits im letzten Herbst gestellt hatten:
Offener-Brief-an-den-Buergermeister-und-die-Verwaltung

Habt Ihr Fragen?

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