Schöner Wohnen Dank Leerstandsabgabe

Schöner Wohnen zu vernünftigen Preisen ist in Essen schon seit längerem ein Problem. Viele Hartz4-Leistungsberechtigte können davon ein Lied singen. Zusätzlich wird für die nach Essen geflüchteten Menschen in den nächsten Jahren bezahlbarer Wohnraum benötigt.

Eine Ursache für diesen Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist sicherlich, dass in Essen kaum noch Sozialwohnungen gebaut werden. Seit Jahren werden die hierfür vom Land bereit gestellten Fördermittel kaum noch abgerufen.

Eine weitere Ursache sind Leerstände von Wohnungen. Für die Eigentümer hat dies meist sogar noch einen steuerlichen Vorteil: Sie können sich von der Zahlung der Grundsteuer teilweise befreien lassen, wenn ihre Wohnung nicht vermietet ist. Die Stadt wird so doppelt geschädigt: Auf der einen Seiten fehlen im Haushalt wichtige Einnahmen, auf der anderen Seite wird die angespannte Wohnungslage in Essen zusätzlich verstärkt. Dauerleerstände beeinträchtigen zudem die Attraktivität ganzer Stadtviertel.

Schöner Links möchte mit einer Leerstandsabgabe entgegensteuern. Eigentümer sollten für längere Zeit leer stehende Wohnungen eine Abgabe zahlen müssen, damit der Anreiz größer wird, sich um eine neue Nutzung oder aber einen Abriss zu kümmern. Die Einnahmen aus dieser Abgabe könnten verwendet werden, um finanzschwache Eigentümer mit günstigen Darlehen zu unterstützen.

Mehrere bundesdeutsche Städte, beispielsweise Bonn, haben bereits Satzungen gegen die Zweckentfremdung von Wohnraum erlassen. Angesichts der akuten Wohnraumknappheit sollte Essen nachziehen.

Die Leerstandsabgabe, eine schöne Idee, um Leerstand zu bekämpfen.

Schöner Links wird am kommenden Mittwoch im Rat einen Antrag stellen, um die Einführung einer solchen Abgabe für Essen prüfen zu lassen.

Weitere Ideen zur Bekämpfung von Leerstand finden sich beispielsweise hier beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln): http://www.iwkoeln.de/infodienste/iwd/archiv/beitrag/wohnungsmarkt-ein-konzept-gegen-den-leerstand-139546

 

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