9. November – ROMA -Recht auf Leben Demo- Gedenken, Widerstand und Reaktion

Am 9.11. gingen in Düsseldorf ca. 400 Menschen , hauptsächlich Betroffene Roma in Düsseldorf für ein Bleiberecht und gegen die Stigmatisierung in Deutschland und In Europa von Roma und allen anderen Geflüchteten in Klassen und für das Recht auf Leben und das Recht auf Zukunft auf die Straße.

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Die Demonstration wurde von der Organisation „Zukunft der Roma e.V.“ aus Düsseldorf initiert.
Anabel Jujol unterstützte die Gruppe im Rahmen der Selbstorganisation bei der Vernetzung mit relevanten Organisationen, bei Übersetzungsarbeiten, kreativen Hilfsmitteln , Kontakt mit der Polizei /Anmeldung der Versammlung und Pressearbeit sowie der Herstellung eines Kontaktes zur Übergabe des Offenen Briefes der Betroffenen am Landtag.

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Schließlich wurden die Betroffenen von zahlreichen Organisationen unterstützt und solidarisch begleitet, bei ihrem Wunsch ihren Protest und ihren Widerstand mit Gedenken an fortgesetzte Stigmatisierung am historischen Gedenktag, dem 9. November so wirksam wie möglich auszudrücken. Hier seien Stay e.V. Düsseldorf, Annette Windgasse vom PSZ Düsseldorf und dem Trauerort, Düsseldorf stellt sich quer, Welcome 2 Wuppertal, Roma Art Action Essen, Rom e.V. Köln, Attac Essen, Sandra Lück  von der Partei Mensch, Umwelt, Tierschutz, Patrick Schiffer (Landesvorstand Piraten NRW), Kamagne Affe Essen und viele Einzelpersonen genannt.
Vielen Dank auch an die Fotografen Dietmar Riemel und Jens Eckstein.
Endschuldigung, wenn wir jemanden vergessen haben, fühlt Euch gemeint.

Auch syrische Geflüchtete waren gekommen, um Solidarität zu zeigen:
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Ein besonderer Moment war der Haltepunkt der Demonstration am Karlsplatz. Ca. 30 Roma besuchte den Trauerort an der Bergerkirche.
Dort hielt Annette Windgasse eine kurze, bewegende Ansprache.
Sie begrüßte als Nachkomme eines Tätervolkes, die Nachkommen des Opfervolkes am Trauerort und bezeichnete die Unterteilung von Menschen mit und ohne „dauerhafte Bleibeperspektive“ als von Außen zugewiesene Stigmatisierung und Einteilung, die dem humanitären Prinzip der Gleichwertigkeit von Menschen entgegestünde.

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So legten die Roma  Armbinden mit den typischen Kennzeichen von „Zigeunern“ am Trauerort ab und bedeckten sie symbolisch mit Blumen.
Dann sangen sie zusammen die Hymne „Djelem Djelem“.

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Es wurde von den Demonstranten als Erfolg gewertet, dass Monika Düker von der Grünen Fraktion im Landtag den  Offenen Brief  mit dem Apell (Offener_Brief) an die Landtagsabgeordneten am Ende der Veranstaltung am Landtag stellvertetend entgegengenommen hat.

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Es war eine wichtige Erfahrung für die Menschen von der Politik wahr genommen zu werden.
Monika Düker stellte sich den Fragen und Anwürfen ehrlich, konstruktiv und ohne zu beschönigen und stelle die Zwänge der Regierungsbeteiligung transparent dar.
Das wurde auch von den , der aktuellen auch grünen Asylpolitik gegenüber sehr kritischen Beteiligten wert geschätzt.
Der von den Roma geforderte Winterabschiebestopp konnte für NRW nicht durchgestetzt werden, allerdings habe man mit dem ganzjährig geltenden sogenannten Härtefallerlass etwas erreichen können.

Dabei erwähnte sie den massiven Druck, den vor allem die Ruhrgebiets – OberbürgermeisterInnen, Dezernenten und Landräte auf die Landesregierung ausübten , um selbst diesen humanitären Erlass in Frage zu stellen und abzuschaffen.
Hannelore Kraft erntet hier für Kritik in den eigenen SPD Reihen und selbst einzelne Grüne Kommunalpolitiker täten  sich bedauerlicherweise  als Hardliner hervor.

Das ist die Härte!

Wir haben den Erlass hier und zum Download verlinkt, sowie den aussagekräftigen Briefwechsel zwischen den 15 Oberbürgermeistern aus NRW (OB_Brief_Anschreiben_Fluechtlinge__Kraft)  und das Antwortschreiben ( Antwortschreiben_MPin_Kraft) von Hannelore Kraft.
Die Schlüsselpassagen sind gelb gemarkert.

Bittet beachtet die aktuellen Äußerungen aus der Essener Verwaltung:

„Allein in den Essener Einrichtungen leben derzeit fast 1.400 Asylbewerber aus den Westbalkanstaaten, davon fast 500 aus Albanien, 400 aus Serbien und 300 aus Mazedonien.“ Die Stadt Essen fordert, dass die Landesregierung auch die Asylbewerber in Landeseinrichtungen aufnimmt, die schon länger in den Kommunen leben und dass die Asylverfahren in Abstimmung mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) konzentriert, beschleunigt und die Rückführung zentral organisiert wird.“

Quelle: http://essenruhr.de/?p=1598

Presse:
Die lokale Presse, wie die WDR Lokalzeit reagierten mit Meldungen und kurzer Berichterstattung.

 

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