Du kommst hier nicht rein? Strenge Tür an Essener Asyl-Unterkünften!

Der Besuch in der Zeltstadt durch Ratsmitglieder und die Weitergabe von Informationen an das Essener Gesundheitsamt mit der Bitte tätig zu werden erhält Feedback von der Verwaltung.

Am Sonntag berichtete  WDR Westpol auch aus Essen und anderen Zeltstädten. Allerdings erhielt die Redakteurin so gut wie keine Drehgenehmigung , in Essen sogar eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch.
Bis Sonntag ist der Westpolbericht noch in der Mediathek.
Mathea Schülke , die WDR Redakteurin kommentiert ihre Erfahrung bei Recherche und Dreh im sozialen Netzwerk Facebook:

<<Von Russland kenne ich das: Journalisten dürfen nur das zeigen, was die Mächtigen erlauben. Aber in Deutschland? Sieht so Pressefreiheit aus? Für unser Westpol-Stück „Winter im Zelt“ habe ich zahlreiche Drehanfragen gestellt, nur eine städtische Zeltunterkunft in Düsseldorf hat uns reingelassen, die anderen – Fehlanzeige. Am Ende der Woche gelingt es dann doch noch, in eine große Landesunterkunft zu kommen – doch – Upps – als wir dort auftauchen, sind alle 1000 Flüchtlinge plötzlich weg! Angeblich aus organisatorischen Gründen. Warum werden uns Journalisten bei der Berichterstattung über Flüchtlinge so viele Steine in den Weg gelegt? Wovor haben Stadt und Land Angst?(…)Eigentlich war meine Frage eine rhetorische. Wovor haben Stadt und Land Angst? Ganz einfach, davor, dass wir den Finger in die Wunde legen, dass wir an der angeblichen Willkommenskultur kratzen. In manchen Flüchltingsheimen werden Mindeststandards nicht eingehalten. Und ich meine damit nicht, dass es keinen Gebetsraum gibt, kein Spielzimmer für Kinder oder zu wenige Sozialarbeiter. Nach unseren Recherchen müssen Flüchtlinge in manchen Einrichtungen frieren, in Köln-Chorweiler soll das Essen zu knapp bemessen sein, vor einem Jahr haben wir aufgedeckt, dass Flüchtlinge misshandelt werden. Um es klar zu sagen: wenn Flüchtlinge frieren, Hunger haben oder geschlagen werden – dann kann auch das Argument, es handle sich um eine Extremsituation, nicht mehr als Entschuldigung für Missstände gelten.“>>

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/westpol/videowinterimzelt100.html#banner

Heute erhielten die Ratsmitglieder diesen Brief vom Sozialdezernenten Peter Renzel , mit genauen Vorschriften zu Besuchen von Flüchtlingsunterkünften.
Zugang Flüchtlingsunterkünfte_Brief_Renzel_Seite_1 Zugang Flüchtlingsunterkünfte_Brief_Renzel_Seite_2

Brief als PDF:Zugang Flüchtlingsunterkünfte

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